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Pressestimmen
“Eines der schönsten Geschichten, die in letzter Zeit ein junger Schweizer geschrieben hat“ Die Zeit
“Die Schweizer Literatur darf sich zu dieser neuen und unverwechselbaren Stimme graturlieren“ Focus
Dieses dünne Buch habe ich mir an einem Abend “reingezogen“, es ist mal keine Geschichte über sexuelle Abhängigkeiten zwischen den Geschlechtern, nein es ist eine Liebesgeschichte, aber eigentlich doch eine Geschichte von Abhängigkeit die mich nachdenklich gemacht hat. Ist unser Leben wirklich das Produkt unserer Gedanken und Gefühle? Und trifft wirklich immer das ein, was wir am meisten fürchten?
Leseprobe
“Agnes ist tod. Eine Geschichte hat sie getötet“
“Wenige Tage nach unserem Ausflug an den See stieß ich in der Geschichte in die Zukunft vor. Jetzt war Agnes mein Geschöpf. Ich fühlte, wie die neu gewonnene Freiheit meine Phantasie beflügelt. Ich plante ihre Zukunft, wie ein Vater die Zukunft seiner Tochter plant. Sie würde eine brillante Doktorarbeit schreiben und erfolgreich sein an der Universität. Wir würden glücklich miteinander werden. Ich ahnte schon, daß Agnes in meiner Geschichte irgendwann zum leben erwachen würde und daß sie dann kein Plan davon abhalten könnte, ihre eigenen Wege zu gehen. Ich wußte, daß dieser Augenblick kommen mußte, wenn die Geschichte etwas taugen sollte, und so erwartete ich ihn gespannt, freute mich darauf und fürchtete mich zu gleich davor.“
“...Du kommst im dunkelblauen Kleid“ sagte ich. “Wie meinst du das?“ fragte sie erstaunt. “Ich habe die Gegenwart überholt“ sagte ich, “ich weiß schon, was geschehen wird.“ Sie lachte.“
“Es muß etwas passieren, damit die Geschichte interessanter wird“ sagte ich endlich zu Agnes. “Bist du nicht glücklich, so wie wir es haben?“ “Doch“, sagte ich, “aber Glück macht keine gute Geschichte. Glück läßt sich nicht beschreiben. Es ist wie Nebel, wie Rauch, durchsichtig und flüchtig.“
“Glück malt man mit Punkten, Unglück mit Strichen“ sagte sie. “Du mußt, wenn du unser Glück beschreiben willst, ganz viele kleine Punkte machen wie Seurat. Und daß es Glück war, wird man erst aus der Distanz sehen.“
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