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Es interessiert mich nicht, womit Du deinen Lebensunterhalt verdienst. Ich möchte wissen, wonach Du innerlich schreist und ob Du zu träumen wagst, der Sehnsucht deines Herzens zu begegnen. Es interessiert mich nicht, wie alt Du bist. Ich will wissen, ob Du es riskierst wie ein Narr auszusehen, um Deiner Liebe willen, um Deiner Träume willen und für das Abenteuer des Lebendigseins. Es interessiert mich nicht, welche Plane- ten im Quadrat zu deinem Mond stehen, Ich will wissen, ob du den tiefsten Punkt Deines Lebens berührt hast, ob du geöff- net worden bist von all dem Verrat, oder ob du zusammengezogen und verschlos- sen bist aus Angst vor weiterer Qual. Ich will wissen, ob du mit dem Schmerz – meinem oder deinem – dasitzen kannst, ohne zu versuchen, ihn zu verbergen oder zu mindern oder ihn zu beseitigen. Ich will wissen, ob du mit der Freude – meiner oder deiner – dasein kannst, ob Du mit Wildheit tanzen und dich von der Ekstase erfüllen lassen kannst, von den Fingerspitzen bis zu den Zehenspitzen, ohne uns zur Vorsicht zu ermahnen, zur Vernunft, oder die Grenzen des Mensch- seins zu bedenken. Es interessiert mich nicht, ob die Ge- schichte die du erzählst, wahr ist. Ich will wissen, ob du jemanden enttäuschen kannst, um dir selber treu zu sein. Ob du den Vorwurf des Verrats ertragen kannst und nicht deine eigene Seele verrätst. Ich will wissen, ob du vertrauensvoll sein kannst und von daher vertrauenswürdig. Ich will wissen, ob du Schönheit sehen kannst, auch wenn es nicht jeden Tag schön ist. Ich will wissen, ob du mit dem Scheitern – meinem oder deinem – leben kannst und trotz allem am Rande des Sees stehen bleibst und zu dem Silber des Vollmonds rufst: “Ja“! Es interessiert mich nicht zu erfahren, wo du lebst und wie viel Geld du hast. Ich will wissen, ob du aufstehen kannst nach einer Nacht der Trauer und der Ver- zweiflung, erschöpft bis auf die Kno- chen zerschlagen, und tust, was für die Deinen getan werden muss. Es interessiert mich nicht, wer du bist und wie du hergekommen bist. Ich will wissen, ob du mit mir in der Mitte des Feuers stehen wirst und nicht zurück- schreckst. Es interessiert mich nicht, wo oder was oder mit wem du gelernt hast, Ich will wissen, was dich von innen hält, wenn sonst alles wegfällt. Ich will wissen, ob du allein sein kannst und in den leeren Momenten wirklich gern mit dir zusammen bist.
von Oriah Mountain Dreamer Indianischer Stammesältester
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Auf dieser Erde gibt es nur zwei Tragödien: Die eine besteht darin, dass man nicht bekommt, was man sich wünscht, die andere darin, dass man es bekommt. Die zweite ist viel schlimmer, sie ist eine wirkliche Tragödie.
Oscar Wilde
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Überlass es der Zeit
Erscheint dir etwas unerhört, Bist du tiefsten Herzens empört, Bäume nicht auf, versuchs nicht mit Streit, Berühr es nicht, überlass es der Zeit. Am ersten Tag wirst du feige dich schelten, Am zweiten lässt du dein Schweigen schon gelten, Am dritten hasts du's überwunden; Alles ist wichtig nur auf Stunden, Ärger ist Zehrer und Lebensvergifter, Zeit ist Balsam und Friedensstifter.
Theodor Fontane
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Der Brief, den du geschrieben, er macht mich gar nicht bang; du willst mich nicht mehr lieben, aber dein Brief ist lang.
Zwölf Seiten, eng und zierlich! Ein kleines Manuskript! Man schreibt nicht so ausführlich, wenn man den Abschied gibt!
Heinrich Heine
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Sag niemals, dass du vergessen möchtest. Niemals, dass es ein Fehler war. Sag nicht, dass du alles rückgängig machen willst, oder dass du die Zeit aus deinem Gedächtnis streichen musst. Sag nicht NEIN zu einer Phase deines Lebens, die so wunderschön war, dass es dir im Nachhinein unsäglich weh tut. Alles hat seinen Sinn Denk an das Schöne, dass dich in der harten Zeit stark macht. Denn du kannst nicht vergessen. Nur versuchen, damit zu leben!
Verfasser unbekannt
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Die Phantasie tröstet die Menschen über das hinweg was sie nicht sein können, und der Humor über das, was sie tatsächlich sind.
Albert Camus
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Das beste Mittel, jeden Tag zu beginnen, ist beim Erwachen daran zu denken, ob man nicht wenigstens einen Menschen an diesem Tage eine Freude machen kann. F.Nietzsche
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Wo lernen wir?
Wo lernen wir leben und wo lernen wir lernen und wo vergessen um nicht nur Erlerntes zu leben?
Wo lernen wir klug genug zu sein die Fragen zu meiden die unsere Liebe nicht einträglich machen und wo lernen wir ehrlich genug sein trotz unserer Liebe und unserer Liebe zuliebe die Fragen nicht zu meiden?
Wo lernen wir uns gegen die Wirklichkeit zu wehren die uns um unsere Freiheit betrügen will und wo lernen wir träumen und wach sein für unsere Träume damit etwas von ihnen unsere Wirklichkeit wird?
Erich Fried
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